Februar 2023

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Creinvelt-Freundinnen und -Freunde,

es gibt Monate, in denen ich mir schon etwas länger überlege, welche Themen Sie interessieren könnten. Was es von und über Creinvelt zu berichten gibt. Nicht immer liegt der Inhalt so nahe wie jetzt, am Beginn eines Monats, in dem wir uns wieder begegnen werden, um miteinander zu feiern. Fast schon unwirklich kommt es mir vor. Und allen anderen Creinveltern wohl auch.

Drei Jahre ist es her, seit wir zuletzt auf der Bühne des Parkhotels standen und Ihnen (hoffentlich) ein paar heitere Stunden schenken konnten.

Drei Jahre Pause. Und jetzt, im Jahr 2023, hoffen wir einfach auf ein Stück Normalität. Auf den Wiederbeginn einer freundschaftlichen Begegnung mit Ihnen. Schauen wir also zuversichtlich nach vorne.

Denn irgendeine Art von Zuversicht brauchen wir in diesen Tagen. Schließlich ist Zuversicht eine Antriebsenergie und damit der grundlegende Treibstoff des Lebens. In einem Zeitungsartikel las ich, dass der altertümliche Begriff „Zuversicht“ auf das althochdeutsche „Zuoversiht“ zurückzuführen ist. Das beschrieb ursprünglich nur das „Voraussehen auf die Zukunft“, egal ob diese nun gut oder schlecht erschien. Erst im Laufe der Zeit wurde der Begriff mit der Erwartung dessen aufgeladen, was man sich wünscht.

„Zuversicht“ kann also auch bedeuten, den Ernst einer Lage zu erkennen – und zugleich die Spielräume zu nutzen, die sich auftun.

Creinvelts Spielräume liegen auf höher gelegenen Brettern, die wir „Bühne“ nennen. Wir sind zuversichtlich, dass wir diese Spielräume auch auf der großen Bühne des Seidenweberhauses finden werden. „Räume zum Spielen …“ ist das nicht ein ewiges Verlangen, eine kindliche Freude von Erwachsenen, die im Herzen jung geblieben sind?

Nutzen wir doch alle unsere Freiräume! Gerade jetzt, wenn es heißt: „650 Jahre Krefeld – Mer fi-ere all tusame!“ Stärken wir heute voll und gerne unsere Zuversicht.

Und wenn Sie eine Freundin, einen Freund haben, der Creinvelt noch nicht kennt: Bis kurz vor Mitternacht vor jedem  Veranstaltungstag können noch Mitgliedskarten online bestellt, bezahlt und ausgedruckt werden. Es ist also (fast) nie zu spät für eine spontane Freude.

Darauf ein zuversichtliches, dreifaches „Heil und Humpen!“

Für alle Aktiven der Gesellschaft Creinvelt 1927 e.V.

Ihr Dr. Georg „Schorsch" Rupp

Präsident

 

23. Januar 2023

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Creinvelt-Freundinnen und -Freunde,

dies ist noch nicht der monatliche Creinveltbrief unseres Präsidenten. Aber er enthält wichtige Informationen zu unseren zwei Veranstaltungen am 10. und 11. Februar im Krefelder Seidenweberhaus. Auch für uns Aktive ändert sich mit dem Umzug in die einzige Veranstaltungshalle, die Krefeld noch geblieben ist, einiges, an das wir uns gewöhnt hatten.

Was uns auf Nachfrage bei der Geschäftsführung überrascht hat, und wovon wir Sie rechtzeitig in Kenntnis setzen möchten: Im Seidenweberhaus wird bei allen Veranstaltungen nur Bargeld akzeptiert. Weder im Saal noch im Foyer ist Kartenzahlung möglich. Warum das so ist? Wir wissen es nicht. Können Ihnen aber nur empfehlen, sich – je nach Feierlaune – mit mehr oder weniger Bargeld auf den Weg zu machen.

Die zweite Information betrifft das Essen. Es wird von ca. 18.30 Uhr bis 23.00 Uhr eine kleine Speisenkarte geben. Aus organisatorischen Gründen kann auch im Saal – während des Programms – bestellt werden. Denn alle Essenswünsche ausschließlich in der einstündigen Pause zu erfüllen, würde eventuell zu längeren Warteschlangen an der Essensausgabe führen. Die Bedienung kommt also auch zu Ihrem Tisch.

Wie Sie sehen: Wir sind in keinem Hotel mehr zu Gast. Wir müssen an bestimmten Stellen Abstriche hinnehmen. Das betrifft aber nicht unser Creinvelt-Programm. Da sind wir guten Mutes. Mehr noch: Uns alle erfüllt eine große Vorfreude, dass es endlich wieder losgeht. Was die Zukunft bringt, wissen wir nicht. Die Gegenwart ist unser Spiel für Sie, für Euch. Wir haben alles im Programm, was sie zurecht von Creinvelt erwarten können.

Jetzt freuen wir uns auf einen schönen, bunten und – vor allem – einen gemeinsamen Abend mit Ihnen. Und rufen Ihnen zu:

 

Freud tusame!!!

Und 3x „Heil und Humpen!“

 

Unterschrift Rupp sw                                      Unterschrift Schumacher sw

Dr. Georg „Schorsch" Rupp                                  Dr. Hermann Schumacher

Präsident                                                              Vorsitzender

 

 

 

Januar 2023

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Creinvelt-Freundinnen und -Freunde,

sind Sie heiter und zuversichtlich im neuen Jahr gelandet? Und haben Sie sich auch etwas für dieses Jahr vorgenommen? Sind also mit „guten Vorsätzen“ gestartet? Dann wünsche ich Ihnen viel Erfolg.

Natürlich wissen wir alle, dass Vorsätze oft nur Schall und Rauch sind, und uns nicht wirklich weiter helfen. Aber solange sie uns eine Vorfreude schenken, etwas wirklich schaffen zu können, sind Vorsätze ja auch nicht von schlechten Eltern.

Marie von Ebner-Eschenbach, die österreichische Schriftstellerin (1830-1916) beschrieb es mit ihren Worten: „Und ich habe mich so gefreut!“, sagst du vorwurfsvoll, wenn dir eine Hoffnung zerstört wurde. Du hast dich gefreut – ist das denn nichts?“

Wir Creinvelter freuen uns schon riesig auf die Begegnung mit Ihnen. Nach drei Jahren Pause, die wir schweren Herzens akzeptieren mussten. Bei uns mischt sich langsam eine kleine Nervosität in die Vorfreude, eine sporadische Unsicherheit, ein kontrollierbares Lampenfieber.

Denn wir haben ja nicht oft auf großen Bühnen gespielt. Die Kleinkunstbühne war unsere Heimat. Und jetzt – durch den Wechsel ins Seidenweberhaus – mit seinen anderen Bühnendimensionen und Ausmaßen, betreten wir buchstäblich Neuland.

Und wir stellen uns Fragen: Wie viele Schritte sind es von der Künstlergarderobe bis zur Mitte der Bühne? Und: Gehst du schnellen oder gemächlichen Schrittes? Was wirkt selbstsicherer? Vielleicht hören wir auch einen inneren Appell, der die Lage checkt und uns leise zuruft: Bloß nicht stolpern!

Nein, ich glaube, so viele Gedanken machen wir uns dann doch nicht.

Wenn wir unsere Rollen, Vorträge, Sketche und Lieder oft genug geübt haben, kommt die Sicherheit von selbst. Und Sie, unsere verehrten Gäste, werden uns die Schritte auf die große Bühne leicht machen. Da können wir uns tausendprozentig auf Sie verlassen. Sie geben uns die Rückendeckung – durch Ihr Schmunzeln, Ihr Lachen, Ihren Applaus.

Und deshalb nehmen wir uns für den 10. und 11. Februar vor: Unser Wunsch ist, mit Ihnen gemeinsam einen tollen Abend zu feiern – bis in die Nacht hinein. Und das sollte uns doch gelingen, oder?!

Abschließend noch ein paar Gedanken zu den „guten Vorsätzen“ der Jahreswende: Wir könnten uns doch einfach vornehmen, 2023 mehr zu lächeln. Von Vicco von Bülow, alias Loriot, stammt der Satz: „Man hat nur Spaß im Leben, wenn man das Kindliche in sich trägt.“ Da kann es ein schöner Vorsatz sein, mit 50 oder 70 Jahren wieder einen Drachen steigen zu lassen. Oder in der Fußgängerzone schillernde Seifenblasen zu pusten.

Und wenn das nicht gelingt, und sich die negativen Gedanken wieder aufdrängen? Ja, dann kann die Lösung auch darin bestehen, das Drehbuch des eigenen Lebens umzuschreiben und zu verändern. Gerade zum Jahresanfang. Denn für gute Vorsätze, die unser Leben bereichern, ist es nie zu früh. Und selten zu spät. Auch in Zeiten wie diesen gibt es viel Schönes zu entdecken. Unsinniges wie Vergängliches, Fantastisches wie Berührendes.

Freuen wir uns häufiger – bei allen möglichen Gelegenheiten. Auch wenn nicht alles gelingen kann … Wie sagte schon vor längerer Zeit Marie von Ebner-Eschenbach: „Du hast dich gefreut – ist das denn nichts?“

Mit 3x „Heil und Humpen!“

Auf ein gutes neues Jahr!

Im Namen aller Aktiven der Gesellschaft Creinvelt 1927 e.V.

Ihr Dr. Georg „Schorsch" Rupp

Präsident

 

12. Dezember 2022

 

Ein Geschenk zu Weihnachten

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Creinvelt-Freundinnen und -Freunde,

Weihnachten steht vor der Türe. Eine Zeit der Besinnung, aber auch der freundschaftlichen Begegnungen. Eine Zeit für die Familie, und eine Zeit für alle Sinne. Für viele auch ein christliches Fest der Nächstenliebe und der Erinnerung an die Geburt des Jesus von Nazareth. Noch ist die Zeit der Weihnachtsmärkte, des Glühweindufts. Auch eine Zeit des Plätzchenbackens, der gemeinsamen Lieder.

In diesem besonderen Monat erreicht Sie ein weiterer Brief Ihrer Gesellschaft Creinvelt. Heute möchten wir Sie bitten, für Creinvelt zu werben. Ehrlich gesagt: Wir brauchen Ihre Unterstützung. Denn auch Creinvelt ist kein „Selbstläufer“ mehr. Wir sind nicht ausverkauft. Und die Mitgliedskarten kommen ja nicht ohne Ihr Zutun zu Ihnen.

Manchen passt das Wochenende vom 10. und 11. Februar aus Urlaubsgründen nicht, andere vermissen das Parkhotel.

Die Wahrheit ist: viele der Plätze im Seidenweberhaus sind bisher schon belegt, aber besonders am Freitag, 10. Februar, sind noch gute Karten zu erwerben.

Und deshalb unsere Bitte: Geht mit uns über diese Brücke – nach drei Jahren Corona-Pause hin zum Seidenweberhaus. Wir brauchen Ihre und Eure Hilfe. Macht bitte Werbung für unsere beiden Veranstaltungen im Familien- und Freundeskreis. Und: Eignen sich die Mitgliedskarten nicht auch für liebe Menschen als besonderes, „krie-ewelsches“ Weihnachtsgeschenk?!

Laden Sie ein, verschenken Sie Creinvelt – und unser Motto: „650 Jahre Krefeld – Mer fi-ere all tusame!“ erfüllt sich durch unseren Zusammenhalt auf die allerschönste Weise.

Sie wissen ja: Auf unserer Website www.creinvelt.de klicken Sie die Rubrik „Mitgliedskarten und Veranstaltungen“ an, wählen ihren Wunschtermin und gehen dann im Verkaufsportal auf „Saalplan“ und entscheiden sich für die Plätze, die Sie buchen möchten. Wenn Sie Hilfe brauchen, wenden Sie sich bitte an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Natürlich können Sie bis zum Veranstaltungstag Ihre Karten buchen und ausdrucken. Aber Weihnachten ist doch die schönste Zeit, Freude zu schenken. Wir freuen uns schon sehr auf ein gesundes und fröhliches Wiedersehen mit Ihnen, wenn es im Februar so vielversprechend heißt: „Mer fi-ere all tusame!“

Alles Gute für Sie. Bleiben Sie zuversichtlich und heiter.

Wir grüßen Sie und Euch mit einem dreimaligen „Heil und Humpen!“ Und mit dem Wunsch nach frohen und erfüllten Weihnachtstagen.

Unterschrift Rupp sw                       Unterschrift Schumacher sw

Ihr Dr. Georg „Schorsch" Rupp              Ihr Dr. Hermann Schumacher

Präsident                                                Vorsitzender

 

 

 

Dezember 2022

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Creinvelt-Freundinnen und -Freunde,

gerade kommt mir ein ganz und gar nicht adventlicher Begriff in den Sinn. Das Wort: „Hausaufgaben". Begriffe wie „Spekulatius, Marzipan und Kerzenschein" hätten doch viel besser gepasst. Nein, es sind die „Hausaufgaben", die sich im Kopf festgesetzt haben.

Wahrscheinlich ist es schon länger her, seitdem Sie und ich „Hausaufgaben" zu erledigen hatten. In der Schule gab es sie ... und oftmals schienen sie recht unsinnig zu sein. Weshalb zumindest ab und zu die Aufgaben vor Beginn der ersten Stunde vom Klassenfreund abgeschrieben wurden.

In leicht abgewandelter Form hatte auch Creinvelt seine Hausaufgaben zu machen. So viel Veränderung war nämlich selten. Und Ihnen haben wir mit den neuen Online-Buchungen auch einiges zugemutet. Eine ganz besondere „Hausaufgabe", über unsere Webseite oder ein spezielles Online-Portal Ihre Mitgliedskarten anzuklicken und zu bezahlen. Danke dafür, dass Sie den Mut im Vorfeld nicht verloren haben.

Da wir gerade beim Thema sind:

Es gibt noch Mitgliedskarten! Sollten Sie bisher noch keine Gelegenheit gefunden haben, dann besuchen Sie unser Buchungsportal für

Freitag, 10.02.2023

oder

Samstag, 11.02.2023

Wählen Sie "Saalplan" zum Anzeigen der noch freien Plätze und klicken Sie einfach auf die gewünschten Plätze. Und schon können Sie sich auf beste Unterhaltung á la Creinvelt freuen.

Jetzt sitzen wir Creinvelter an ganz anderen „Hausaufgaben". Denn am Samstag, 10. Dezember, findet unsere „Vorstellprobe" statt. Was das bedeutet, ist schnell erklärt: Es ist so etwas wie der frühere Mittelball in der Tanzschule. Der Bachelor in einem Studium, das mit dem Master endet. Die Halbzeit in einem Fußballspiel.

Auf unserer Vorstellprobe bringen unsere Aktiven im internen Kreis das zu Gehör, was sie bisher fertig gestellt haben. In Noten gesetzt, in Sätzen verschachtelt, in Gestik und Mimik geübt haben. Zu diesem Zeitpunkt ist selbst dem Vorstand und Literarischen Rat noch vieles unbekannt. Am Ende dieser „Zwischenprüfung" sind wir schlauer: Geht der Daumen nach oben, sind wir also schon in diesem Stadium begeistert? Oder wandert er nach unten, weil noch an allen Ecken und Kanten etwas zu feilen und zu verbessern ist?

Es steht die Halbzeit in unseren Vorbereitungen an. Hoffen wir, dass uns in dieser Session nichts mehr dazwischen kommt. Und es endlich heißen kann: „Mer fi-ere all tusame!"

Vorher aber wünschen wir Ihnen und Ihren Familien ein gesegnetes, frohes Weihnachtsfest. Mit Spekulatius, Marzipan und Kerzenschein. Oder wie Sie es sich von Herzen wünschen. Und wenn schon „Hausaufgaben", dann nur zur Freude aller.

Mit 3x „Heil und Humpen!"

Im Namen aller Aktiven der Gesellschaft Creinvelt 1927 e.V.

Ihr Dr. Georg „Schorsch" Rupp

Präsident

 

November 2022

 

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Creinvelt-Freundinnen und -Freunde,

hat alles geklappt mit Ihrer Online-Buchung? Oder haben Sie sich selbst bei der Aussage ertappt: Früher war es einfacher, an die Mitgliedskarten zu kommen!?

Nun gut – es ist, wie es ist. Und wenn Sie sich noch nicht um Ihre Karten für den 10. oder 11.02. kümmern konnten, dann wäre jetzt die Zeit dazu (Siehe P.S. am Schluß dieses Eintrages).
Denn ohne Sie – wie der Volksmund so treffend spricht – ist es nur halb so schön! Das Leben ist Resonanz, und so sind wir ja auch irgendwie füreinander bestimmt.

Heute möchte ich nochmals an unser kommendes Motto erinnern, mit dem wir die Zwangspause durch Corona nun endlich aushebeln wollen. Es lautet:

„Mer fi-ere all tusame!“


Schön, so soll es sein. Doch da fällt mir ein, wie schnell – allgemein betrachtet – ein anderer Sinn entstehen kann. Wenn wir beispielsweise aus Versehen einen Buchstaben verdrehen. Dann kann aus „fruchtbar“ schnell „furchtbar“ werden.

Wir könnten aber auch unser Motto sehr schnell verfremden. Durch einen einzigen Buchstaben. Durch welchen? Durch ein „r“. Denn was wir heute noch gar nicht wissen können, ist die Tatsache, wie warm oder kalt es im Februar im Seidenweberhaus sein wird.

Und so kam ein Spaßvogel von uns auf die Idee, ein kleines „r“ in das Motto hineinzuschreiben. Und so lautet nun die mögliche alternative Version:

„Mer fri-ere all tusame!“

Die Energiekrise lässt grüßen. Ob es allerdings tatsächlich zum Äußersten kommt? Wer weiß! Notfalls singen wir auf unseren Veranstaltungen gemeinsam den Text des alten Gassenhauers: „Zieht euch warm an!“ Oder Sie klatschen sich warm. Vorausgesetzt, wir geben Ihnen durch unsere Darbietungen auch Anlass dazu.

Hoffen wir auf ein rauschendes „Mer fi-ere all tusame!“ Möt uohne dat „r“ henger dat „f“…

Mit 3x „Heil und Humpen!“

Im Namen aller Aktiven der Gesellschaft Creinvelt 1927 e.V.

Ihr Dr. Georg „Schorsch" Rupp
Präsident

P.S.: Wenn Sie noch Mitgliedskarten buchen möchten, dann klicken Sie bitte auf das gewünschte Datum: Freitag, 10.02.2023 oder Samstag, 11.02.2023.
Wählen Sie "Saalplan" zum Anzeigen der noch freien Plätze und klicken Sie einfach auf die gewünschten Plätze.

 

 

29. Oktober 2022

 

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Creinvelt-Freundinnen und -Freunde, 

Premiere - wie? was? jetzt schon?

Creinvelt feierte heute Premiere. Ein historischer Tag. Keine Angst, liebe Creinvelter. Sie haben keine Sitzung verpasst. Die neue Session ist noch nicht eröffnet. Auch das Jubiläum '100 Jahre Creinvelt' ist noch nicht vorbei. Bis dahin haben wir sogar noch fünf Jahre Zeit. Aber was war denn nun der Grund zum Feiern?
Heute Morgen machte die fast 100-jährige Dame Creinvelt den ersten Schritt in eine neue Dimension. Erstmals wurden die Eintrittskarten für die Mitgliedsveranstaltungen online verteilt. Ab 10 Uhr konnte man im Nordbahnhof die Karten direkt bei freundlichen Creinveltern buchen. Schwätzchen inklusive. Viele Creinvelter nutzten die Gelegenheit und nahmen ihre Karten direkt mit nach Hause. Sie ließen sich trotz einiger technischer Probleme nicht davon abhalten. An dieser Stelle bedanken wir uns herzlich für Ihre Geduld und Ihre gute Laune.

Seit heute (Samstag) Mittag 13 Uhr, wie auch auf unserer Webseite angekündigt, ist der Mitgliedskartenverkauf nun auch bei unserem Dienstleistungspartner Eventim freigeschaltet. Es ist schon jetzt toll zu sehen, wie Sie dieses neue Verteilverfahren angenommen haben. Schon werden die Karten für die Sitzung im Seidenweberhaus am Samstag 11.2.2023 knapp. Falls Sie noch Karten benötigen, klicken Sie schnell hier: Mitgliedskarten und Veranstaltungen

Noch ein kleiner Hinweis zum Buchen: Sie wissen ja: "Der frühe Vogel fängt den Wurm". Das ist beim Onlinebuchen prinzipiell auch so, allerdings gibt es Ausnahmen, denn:

Sobald jemand online einen Buchungsvorgang startet, sind diese Plätze für andere für 15 min. gesperrt. Wenn also jemand zu viele Tickets gebucht hat und vor dem Bezahlen noch mal freigibt oder wenn jemand sich noch mal umentschieden hat, erscheinen für die andern Buchungswilligen diese Plätze als vergeben, obwohl sie vielleicht in 10-15 min wieder verfügbar sind.
Zusätzlich kann auch ab und an mal ein kleiner Fehler im stark belasteten System vorliegen. Es sind minütlich viele tausend Menschen auf dieser Buchungsplattform unterwegs, nicht nur Creinveltbesucher. Daher unser Rat: Schauen Sie auch noch mal zu anderen Zeiten auf die Buchungsseite, vielleicht sind ja noch für Sie passende Plätze dazugekommen.

Abschließend noch etwas Internes:

Wie Sie sicher wissen, sind alle Aktivitäten von unseren Creinvelt-Aktiven ehrenamtliche Tätigkeiten, die auch von vielen noch voll Berufstätigen wahrgenommen werden. 
Da kann es auch mal passieren, dass nicht alles so abläuft, wie Sie es sich wünschen. Auch für uns ist die neue Form der Mitgliedskartenthematik ebenso eine Herausforderung, wie für Sie. Daher bitten wir um Verständnis, denn Pannen sind nicht gewollt, aber geschehen eben.

Wir freuen uns auf Sie im Februar 2023 und grüßen Sie mit einem 3 x "Heil und Humpen",

Unterschrift TK sw

Thomas Kempen, Mitglied des Vorstandes

 

Oktober 2022

 

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Creinvelt-Freundinnen und -Freunde,

haben Sie auch schon mal Albträume gehabt? Nee, wat können die fies sein … Mein schlimmster Albtraum hatte mit Creinvelt zu tun. Und den möchte ich Ihnen heute erzählen. Denn indirekt kommen Sie auch darin vor … Der Albtraum eines Präsidenten!

Es war im Urlaub, südlich von Krefeld. In Deutschland erfreute der Herbst mit sommerlichen Temperaturen. Das erste Treffen der Creinvelter Anfang Oktober stand kurz bevor, auf dem wir unser Sitzungsgeschehen ansprechen und die Ideen der Creinvelt-Aktivitas sammeln wollten, um dann mit ganzer Energie in die Einzel- und Gruppenproben einsteigen zu können. Die heiße Phase rückte also näher.

In diesem Urlaub wollte ich nochmals Kraft schöpfen. Fern der Heimat, im Süden Frankreichs, hatte ich einen Traum. Besser gesagt: Einen Albtraum.

Sie kennen das sicher auch: Sie werden wach und wissen nicht, wo Sie sich befinden. Erst recht wissen Sie für den Bruchteil einer Sekunde nicht, ob das, was Sie gerade erlebt haben, ein Traum oder harte Wirklichkeit ist. Bei schönen Träumen schadet das nicht, bei Albträumen aber gibt es nur ein Wort dafür: Es ist das blanke Entsetzen!

Ich träumte also Folgendes: Eine stattliche Anzahl von Creinveltern saß im Freien bei einem Bier locker und hemdsärmelig zusammen. Wir palaverten über dieses und jenes, tauschten uns aus, prosteten uns zu, waren in Harmonie vereint – als eine Schar fein gewandeter Menschen, die Damen in Abendgarderobe, die Herren im Smoking, an uns vorbeizogen. Ihr Ziel war ein großer Saal hinter unserem Biergarten.

Einige dieser Menschen schauten etwas verdutzt zu uns herüber, was unserer Fröhlichkeit aber keinen Abbruch tat. Es war 18:30 Uhr.

Als der Strom elegant gekleideter Menschen nicht abreißen wollte, fiel es uns wie Schuppen von den Augen: Heute ist ja gar kein Spätsommer mehr. Heute ist die erste Creinvelt-Sitzung! Und nur noch 30 Minuten Zeit!

Ach du Schreck ... keiner hatte irgendetwas geprobt, geschweige denn einstudiert. Unser Literarischer Rat hatte noch nichts unternommen. Es gab kein Bühnenbild, keine Musik – und auf der anderen Seite: Ein festlich eingestimmtes und erwartungsfrohes Publikum.

Himmel, was tun? Kostüme, hatte jemand Kostüme geordert? Nein! Und Rosi, unsere Maskenbildnerin, hatte natürlich auch keine Schminksachen zur Hand.

So hemdsärmelig wie wir waren – es gab einfach keine Zeit zum Umziehen.

In all den Jahren des Bestehens unserer Gesellschaft ist so etwas noch nicht vorgekommen. Kann uns das Bier zu Kopf gestiegen sein? Leidet Creinvelt unter dem Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom? Wieso ist keinem einzigen eingefallen, dass man im Februar nicht im Biergarten herumsitzt und sich vergnügt, sondern auf der Bühne zu stehen hat?

Jetzt konnte nur noch eines helfen: Improvisation! Schnell legte der Literarische Rat fest, in welcher Reihenfolge die Aktiven antreten sollten. Wem konnte man zutrauen, etwas aus dem Stegreif zu zaubern? Die Köpfe glühten ...

19 Uhr: Der Fünfer-Rat zieht in den Saal. Ohne Fanfaren – es gibt ja keine Musik. Und ohne „Helau“, dafür mit offenem Kragen und im Sommerhemdchen mit halbem Arm. Peinlich, peinlich ...

Keine Ahnung, was ich als Sitzungspräsident bei den An- und Absagen der Stegreifdarbietungen kommentierte. Jedenfalls, ich war nass geschwitzt.

Ende des 1. Teils.

„Liebe Gäste“, hörte ich mich sagen, „die Pause wird auf 90 Minuten verlängert, damit sich die Creinvelt-Aktiven zu Hause noch in Schale werfen können.“ Es war ein letzter, untauglicher Versuch, zu retten, was nicht mehr zu retten war. Vergebens. Das Publikum, unser erwartungsfrohes, stimmungsvolles und treues Publikum, war tief enttäuscht. Noch nie sah ich so viele Gäste in der Pause ihre Köpfe schütteln. Dann wurde ich wach ...


Liebe Creinvelt-Freundinnen und -Freunde: Einen solchen Albtraum möchte ich nie mehr haben! Deshalb ergeht vor unserem ersten Vorbereitungstreffen Anfang Oktober der Appell an alle Aktiven: Treffen am Premierentag um 18 Uhr im Smoking zur ersten Sitzung! (Und nicht um 18.30 Uhr ein fröhliches, hemdsärmeliges Beisammensein im Biergarten mit Sommerhemd und halbem Arm!)

Ja, genau so war es. Nichts ist erfunden. Nichts hinzugefügt. Der Albtraum war einfach erschreckend realistisch. Wird aber mit ziemlicher Sicherheit nicht mehr vorkommen!

Und nun, sehr geehrte Damen und Herren, liebe Gäste, wünsche ich Ihnen heute Nacht einen erholsamen, entspannten und glücklichen Traum. Vielleicht von einem gelungenen Creinvelt-Abend in 2023 …

Mit 3 x "Heil und Humpen!"

Im Namen aller Aktiven der Gesellschaft Creinvelt 1927 e.V.

Ihr Dr. Georg „Schorsch“ Rupp, Präsident (dem auch jetzt noch die Schweißperlen auf der Stirne stehen...)

 

18.September 2022

 

Wichtige Nachricht zum Erwerb der Mitgliedskarten zu unseren Veranstaltungen

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Creinvelt-Freundinnen und -Freunde,

bitte lesen Sie diesen Brief sehr aufmerksam durch. Denn heute schreiben wir Ihnen wichtige Hinweise zum Erwerb Ihrer Mitgliedskarten für die kommenden zwei Creinvelt-Abende im Seidenweberhaus. Die Termine sind Ihnen zwischenzeitlich vertraut: Es sind Freitag, der 10. Februar 2023, und Samstag, der 11. Februar 2023. Unsere Informationen betreffen also nur dieses eine Wochenende.

Wir haben uns entschieden, den Erwerb Ihrer Mitgliedskarten über eine Online-Buchungsplattform abzuwickeln.

Diese geänderte Vorgehensweise zur Buchung Ihrer Mitgliedskarten haben wir unter uns intensiv diskutiert. Bisher hatte sich unser verdientes Mitglied Klaus Müller Jahr für Jahr darum gekümmert, gewünschte Termine bei Überbuchungen durch zahllose Anrufe und Rücksprachen zu verändern. Das war notwendig, da wir beispielsweise für die dritte Mitgliederversammlung, den zweiten Freitag, immer an die 800 Anmeldungen bei 330 vorhandenen Plätzen erhielten. Sie können sich denken, welchen Aufwand es bedeutete, annähernd 470 Kartenwünsche auf nicht so stark belegte Veranstaltungstage umzubuchen.

Nun kann unser Klaus Müller aus Altersgründen nicht mehr tätig – und auch von niemandem ersetzt – werden.

Weil die neue Möglichkeit der Online-Buchung für einen Teil unserer älteren Gäste eine Hürde darstellen kann, manche vielleicht auch gar keinen Internet-Zugang besitzen, möchten wir Ihnen zunächst eine Alternative aufzeigen:

Wir sind für Sie persönlich da und helfen Ihnen, Ihre Mitgliedskarten zu buchen. Bitte merken Sie sich dazu folgenden Ort und das Datum:

Am Samstag, den 29. Oktober 2022, stehen wir Ihnen von 10 bis 13 Uhr in der Gaststätte „Nordbahnhof“ (Oranierring 91) zur Verfügung.

Wir buchen dann direkt für Sie. Bitte beachten Sie, dass Sie nur mit Ihrer EC- oder Kreditkarte vor Ort bezahlen können. Bargeld können wir leider nicht annehmen. Natürlich können Sie auch eine Vertretung schicken. Wir helfen Ihnen gerne.

Ab 9.30 Uhr öffnet das Haupthaus des Nordbahnhofs. Die Buchungen beginnen um 10 Uhr. Parkplätze sind reichlich vorhanden.

Und nun zur Online-Buchung:

Sie können Ihre Mitgliedskarten ganz bequem vom Sofa aus buchen und bezahlen. Wir beginnen am selben Datum (29.Oktober) den Online-Verkauf über unsere Webseite www.creinvelt.de. Sie werden auf der Webseite einen Link zu unserem Creinvelt-Online Buchungsportal finden.

Unterstützt werden wir für den Online-Verkauf durch den Dienstleister Eventim (www.eventim.de).

Sie können Ihre Mitgliedskarten auch direkt bei Eventim erwerben, allerdings mit etwas höherer Vorverkaufsgebühr, dafür aber auch mit der Möglichkeit, die Eventim-Vorverkaufsstellen oder die telefonische Bestellung zu nutzen.

Bei beiden Möglichkeiten können Sie den Saalplan des Seidenweberhauses zu unseren Veranstaltungen aufrufen und Ihre Saalplatz-Buchungen durch Anklicken direkt festlegen.

Sie sehen sofort, welche Plätze Sie noch buchen können und welche schon belegt sind.

Sie bezahlen dann ebenfalls mit Ihrer EC-, Kreditkarte, PayPal, oder Klarna-Sofortüberweisung. Ein Tipp: Wenn Sie für andere Personen mitbuchen, zahlen Sie am besten den gesamten Betrag für Ihren Freundeskreis und lassen sich später die entsprechenden Beiträge von Ihrer Gruppe erstatten.

Bitte denken Sie auch daran, dass wir zum ersten Mal die Mitgliedsbeiträge gestaffelt haben: Die vorderen Plätze im Saal und auf der Galerie kosten 60,- Euro (zzgl. VV-Gebühr), die hinteren Plätze weiterhin 50,- Euro (zzgl. VV-Gebühr).

Im Saalplan sind die Preiskategorien farblich gekennzeichnet, und auf der rechten Seite des Bildschirmes sehen Sie den entsprechenden Ticketpreis für Ihre gebuchten Tickets.

Bei Abschluss des Buchungsvorganges über das Creinvelt-Online-Buchungsportal bitten wir Sie, Ihre Mitgliedsnummer für jede gebuchte Mitgliedskarte einzutragen. Sie können auch nicht zum nächsten Schritt weiter, ohne dort etwas einzugeben. Bei Partner:innen geben Sie für die 2. Mitgliedskarte dieselbe Mitgliedsnummer ein wie für sich selbst.

Bei Verwandten/Freunden bitte deren Mitgliedsnummern. Sollten Sie Probleme mit den Mitgliedsnummern haben, genügt auch der jeweilige Name und/oder eine aktuelle E-Mail-Adresse. Nur so haben wir die Möglichkeit, unsere Mitgliederstatistik weiterzuführen.

In den meisten Fällen können sicherlich auch Ihre Kinder, Enkel, Nichten und Neffen, oder gute Freunde bei der Online-Buchung helfen.

Sollten Sie noch Fragen zum genauen Vorgehen haben, benutzen Sie bitte unser Kontaktformular auf unserer Webseite: Kontakt

Oder schreiben uns eine Email an:  Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Nutzen Sie diese E-Mailadresse bitte nur für Fragen, und nicht für Buchungsanfragen oder Reservierungswünsche.

Das klingt alles zunächst einmal kompliziert. Wir sind und bleiben aber zuversichtlich und sagen: Das bekommen wir gemeinsam hin.

Bleiben Sie – soweit es in diesen Zeiten geht – heiter und gelassen.

 

Für alle Aktiven der Gesellschaft Creinvelt 1927 e.V.

 Unterschrift Rupp sw                                            Unterschrift Schumacher sw

Dr. Georg „Schorsch“ Rupp                                         Dr. Hermann Schumacher

Präsident                                                                      Vorsitzender

 

 

 

September 2022

 

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Creinvelt-Freundinnen und -Freunde,

es fällt nicht immer leicht, sich an Veränderungen zu gewöhnen. Gewohnheiten geben uns Menschen Sicherheit. Die Abläufe des Alltags werden zur Routine – und sie gehen leichter von der Hand. Aber manchmal sind wir im Leben herausgefordert, ins kalte Wasser zu springen.

Genau 50 Jahre haben wir uns im Parkhotel Krefelder Hof „häuslich eingerichtet“. 50 Jahre – ein Jubiläum. Aber vor dem Start im Jahr 1972 konnte Creinvelt nirgendwo so lange bleiben. Deshalb möchte ich Sie heute in die Historie unserer Brauchtumsgesellschaft entführen.

Creinvelt als eingetragener Verein wurde am 23.04.1927 ins Leben gerufen. Die Gründer waren drei junge Abiturienten des Krefelder Arndt-Gymnasiums. Als Leitspruch wählte man einen Gedanken von Hoffmann von Fallersleben: „Wo die Freude sich blicken lässt, da haltet sie fest!“ – Freude und Freundschaft waren die Basis, um Gutes zu tun zum Wohle von Krefeld.

Das Gründer-Trio machte sofort Nägel mit Köpfen: Am 17.09.1927 gab es den ersten „Rheinischen Abend“ im Et Bröckske mit 180 geladenen Gästen. Die Creinvelter traten in mittelalterlichen Gewändern und mit viel Schwertgeklirre auf. Es wurde ein großer Erfolg und ein guter Start der noch jungen Gesellschaft.

Im Folgejahr, genau am 11.02.1928, wurde zur ersten Narrensitzung in den Gemeindesaal der Krefelder Pfarre Liebfrauen (Weberstraße) eingeladen.

Zwei Jahre später feierte man – bis zum Beginn des 2. Weltkriegs – in den Räumen der „Gesellschaft Erholung“ an der Dionysiuskirche.

Es ist sicher einer glücklichen Fügung zu verdanken, dass alle Creinvelt-Freunde die Kriegswirren gesund überlebten. Schnell wurde man sich klar darüber, dass die alte Tradition unserer Auftritte fortgesetzt werden sollte. Allerdings bestand bei den Abendveranstaltungen nach Kriegsende eine Ausgangssperre bis 5 Uhr morgens. Das hatte zur Konsequenz: Es musste bis nach 5 Uhr durchgefeiert werden! So bei der ersten Nachkriegssitzung im „Schweizerhaus“ auf der Uerdinger Straße am 18. Februar 1946. Trotz der schwierigen Zeiten wurde gemeinsam gesungen: „Tu Huus kin Tapete an de Wäng, äwwer Flieder wird jeschmiete!“ Bevor 1949 die wiedereröffnete „Königsburg“ unsere Heimat wurde.

Eine Besonderheit der damaligen Zeit soll nicht verschwiegen werden: Creinvelts legendäre (oder auch berühmt-berüchtigte) „Trockensitzungen“ im Passage-Theater. Diese Sitzungen begannen erst nach der letzten Kinovorführung gegen 23 Uhr. Jeder Gast brachte etwas zu essen und – vor allem – zu trinken mit. Bis heute wird gemunkelt, dass nirgendwann mehr getrunken wurde als in den Kinoreihen der damaligen „Trockensitzungen“.

Der Wechsel ins Parkhotel fand, wie oben beschrieben, im Jahr 1972 statt. Und nun, nach 50 Jahren, brechen wir auf zu neuen Ufern. Schauen wir gemeinsam, wohin uns die Reise in den nächsten Jahren führen wird. Die Standorte wechseln. Creinvelt bleibt. Weil Freude und froher Sinn nie vergehen werden. Vor allem nicht auf unseren Sitzungen am 10. und 11. Februar im Krefelder Seidenweberhaus.

Und, nicht vergessen: Das nächste Ziel winkt schon um die Ecke. Unser Jubiläum zum hundertjährigen Bestehen der Gesellschaft Creinvelt im Jahr 2027.

Im Namen aller Aktiven der Gesellschaft Creinvelt 1927 e.V.

Ihr Dr. Georg „Schorsch“ Rupp

Präsident

PS: Wie Sie für sich und Ihre Freundinnen und Freunde Ihre Mitgliedskarten ab Ende Oktober erwerben können, schreiben wir Ihnen in einem zweiten Extrabrief Mitte September. Auch hier ändert sich die Vorgehensweise. Wir informieren Sie rechtzeitig.

 

 

7. August 2022

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Creinvelt-Freundinnen und -Freunde,

dies ist kein vorgezogener Septemberbrief. Aber diese Information ist wichtig. Denn heute haben wir eine gute und eine schlechte Nachricht für Sie.

Die gute: Wir verspüren einen unbändigen Ehrgeiz und eine große Freude, nach drei Jahren wieder für Sie spielen zu können. (Falls uns Corona in Ruhe lässt …)

Also – wir treten wieder an und hoffen sehr, dass Sie nach dieser langen Pause Ihr Interesse an unserer Gesellschaft Creinvelt beibehalten haben.

Und jetzt die schlechte Nachricht: Wir müssen uns von unserem Veranstaltungshaus, dem Parkhotel Krefelder Hof, verabschieden. Jahrzehntelang war es unsere Heimat. Genauer gesagt: 50 Jahre! Denn 1972 fing unser Spiel auf dieser Bühne an.

Wie uns der Direktor des Hauses, Bart Vaessen, in einem längeren Gespräch mitteilte, hat die Corona-Pandemie erhebliche Auswirkungen auf sein Haus – wie allgemein auf die Hotellerie und Gastronomie. So leidet die Branche derzeit unter einem akuten Personalmangel. Herr Vaessen: „Diesen mit Aushilfen für anstehende größere Events auszugleichen, gestaltet sich derzeit als nicht finanzierbar, geschweige denn, dass neue Mitarbeitende zu finden wären, so dass die Kapazitätsgrenze – wohl auch in der weiteren Zukunft – bei 140 Personen liegt.“ Daher kann er unserer Traditionsveranstaltung schweren Herzens keinen Raum mehr bieten, was er aufgrund der jahrzehntelangen guten Zusammenarbeit überaus bedauert. Wir Creinvelter möchten uns bei der Leitung sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für fünf Jahrzehnte Freude und Geselligkeit bedanken.

Tatsache bleibt: Sie und wir sind jetzt also heimatlos geworden.

Die Herausforderung ist: In Krefeld gibt es keine Auswahl. Denn das „Kesselhaus“ im Mies van der Rohe Business Park ist ja bisher nur ein Versprechen für die Zukunft. Wir können heute lediglich das Seidenweberhaus am Theaterplatz nutzen. Das mag man bedauern. Aber wir sind froh, noch ein freies Wochenende vor Karneval 2023 gefunden zu haben.

Jetzt müssen wir uns alle den neuen Gegebenheiten stellen. Bitte unterstützen Sie uns dabei. Creinvelt kann in diesen schwierigen Zeiten nur durch Ihre Treue überleben.

Schauen wir also nach vorne. Denn, um mit Hermann Hesse zu sprechen: „Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne.“

Worauf wir uns am meisten einstellen müssen: Statt sechs wird es nur noch zwei Veranstaltungen geben, und zwar am

Freitag, den 10. Februar 2023

und am

Samstag, den 11. Februar 2023

Das sind die Veranstaltungstermine unserer bisherigen fünften und sechsten Sitzung. Also eine Woche vor Karnevalssamstag.

Alle Creinvelter bitten Sie herzlich, Ihre Urlaubspläne nicht auf dieses Wochenende zu legen.

Wir werden auch diese neue Herausforderung meistern. Es wird schön! Die festliche Kleidung wird bleiben. Und das Motto, das uns allen die Richtung vorgibt. Es heißt im kommenden Jahr:

„Mer fi-ere all tusame !!!“

Alle zusammen: So soll es sein!

Für alle Aktiven der Gesellschaft Creinvelt 1927 e.V.

Ihr Dr. Georg „Schorsch“ Rupp                         Ihr Dr. Hermann Schumacher

Präsident                                                           Vorsitzender

 

August 2022

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Creinvelt-Freundinnen und -Freunde,

geteilte Freude ist doppelte Freude. Wenn sie also in Zukunft eine Freundin, einen Freund zu Creinvelt einladen, können Sie Ihre Freude verdoppeln. Das ist keine neue Erfahrung.

Erinnern wir uns doch einfach an unsere Kindheit. Und an die christliche Tradition von Sankt Martin. Der heilige Mann, Bischof von Tours, der seinen Mantel mit dem armen und bedürftigen Bettler teilte.

Das „Beiwerk“ ließ Kinderaugen glänzen. Die schön gestalteten Fackeln, das Kerzenlicht, die Gemeinschaft der mitwirkenden Gruppen, Kitas und Klassen, die Eltern am Wegesrand, das Ritual mit Sankt Martin und dem Bettler am knisternden Feuer. Und die süße Tüte mit dem leckeren Weckmann am Ende der Zeremonie. Vor allem die Freude wurde geteilt. Und das Miteinander gelebt.

Wir Creinvelter teilen auch. Denn unser „Creinvelt 1927 e.V.“, wie sich unsere Brauchtumsgesellschaft offiziell nennt, ist seit langem ein gemeinnütziger Verein. Und das bedeutet: Wir dürfen keine Gewinne machen. Alle „Gewinne“ geben wir gerne an Hilfsorganisationen weiter. Unsere Spende ist an zwei Bedingungen geknüpft: 1. Sie kommt nur Institutionen zugute, die sich in unserer Heimatstadt Krefeld für soziale oder kulturelle Projekte einsetzen. Und 2. Sie können uns ein förderungswürdiges Projekt benennen, das wir dann (teilweise) finanziell übernehmen.

Nun noch einmal zum diesjährigen erfreulichen Hintergrund:

Viele von Ihnen haben auf die Rückzahlung ihrer Mitgliedsbeiträge in diesem Jahr verzichtet. Das ist sehr großzügig von Ihnen. Zusammengekommen ist eine stolze Summe von 18.821,11 Euro. Wir haben sie auf 20.000 Euro aufgestockt, die wir traditionell auf unserem Brauchtumsabend Anfang November überreichen werden.

Sie möchten sicher aber schon heute erfahren, wohin Ihre Spenden gehen werden. Das soll kein Geheimnis bleiben. Wir haben uns für drei Krefelder Organisationen entschieden:

  1. Krefelder Tafel e.V. (mit 10.000 Euro) für Menschen in Not
  2. Der Arbeitskreis Krefelder Frauenverbände e.V. (mit 5.000 Euro) für das „Spiel ohne Ranzen“
  3. eine Krefelder Organisation, die sich um die Unterbringung und Versorgung von Flüchtlingen aus der Ukraine kümmert (mit 5000 Euro). Hier sind wir über die Stadt noch auf der Suche nach einem geeigneten Empfänger.

Das heißt, Ihre Spende geht an drei Zielgruppen: Bedürftige, Kinder und Flüchtlinge aus dem Kriegsgebiet der Ukraine.

Teilen … miteinander teilen! Auch das Lächeln, das Sie vielleicht gerade jetzt, beim Lesen dieser Zeilen, in Ihrem Gesicht tragen. Das Leben ist nicht immer einfach. Aber unsere tägliche kleine Freude sollten wir teilen. Auch das kann unserem Alltag Sinn verleihen: Den Menschen ein Lächeln schenken.

Im Namen aller Aktiven der Gesellschaft Creinvelt 1927 e.V.

Ihr Dr. Georg „Schorsch“ Rupp

Präsident

PS: Falls Sie versehentlich noch keine Spendenquittung erhalten haben, schreiben Sie bitte an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

 

Juli 2022

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Creinvelt-Freundinnen und -Freunde,

heute möchte ich an den 27. August 1994 erinnern. Ich glaube, dieser Tag hat es verdient, in diesem Brief noch einmal erwähnt zu werden. Es war ein bedeutsamer Tag für Creinvelt – und ebenso für unser Krefelder Stadttheater.

Wie Sie alle wissen werden, fühlt sich unsere Gesellschaft Creinvelt mit dem Theater seit vielen Jahrzehnten eng verbunden. Alle Generalintendanten der Städtischen Bühnen waren und sind uns freundschaftlich zugewandt: Joachim Fontheim (1966 bis 1984) und seine Nachfolger Eike Gramss (1985 bis 1991), Wolfgang Gropper (1991 bis 1996) und Jens Pesel (1996 bis 2010), der auch zu unserem „Ehren-Spouljong" ernannt wurde. Und seit 2010 bis heute unser Generalintendant Michael Grosse.

Wie kam es zur Bedeutung des 27. August 1994?

Unser Theater war und ist ein Dreispartenhaus: Schauspiel, Musiktheater und Ballett gehören zum Programm. Aber die dritte Sparte, das Ballett, sollte damals aus Kostengründen ersatzlos gestrichen werden. Dagegen regte sich massiver Widerstand in Krefeld. Und auch Creinvelt wollte seinen Anteil dazu beitragen.

Aber wie? – Natürlich auf unsere eigene Art. Indem wir einen bunten, kurzweiligen Abend zugunsten des Stadttheaters planen, einstudieren und dort auf die Bühne bringen wollten.

Das kann man sich auf der Zunge zergehen lassen: Die Amateure der Gesellschaft Creinvelt trauten sich auf die „Bretter, die die Welt bedeuten".

Was es auf der Bühne zu sehen gab? Biertische, Stadtwald-Impressionen. Und im Hintergrund ein großes Bühnenbild vom Stadtwaldhaus. Wir spielten also in der Kulisse des großen Biergartens die besten Stücke von Creinvelt.

Unser verstorbener Freund Professor Dr. Karlheinz Brocks schrieb bis zur Endfassung insgesamt siebzehn Drehbücher. Peter Schanz, damals ein junger Regisseur an unserem Stadttheater, probte mit uns wochenlang, bis wir die Bühne „verstanden" hatten. Und was es auf der großen Bühne bedeutet, zum richtigen Zeitpunkt aus den Kulissen aufzutauchen, um keine Verzögerungen im Programmablauf entstehen zu lassen. Gar nicht so einfach, von der Kleinkunstbühne im Parkhotel auf die riesige Breite und Tiefe dieser Profi-Bühne zu wechseln.

Aber – es gelang. Zur Freude aller. Nur unser guter Bekannter Helmut Lang, Chef des Stadtwaldhauses, der einmal quer über die Bühne laufen sollte, sah drei alte, leere Bierdosen unter den Tischen liegen – und hob sie auf, um sie zu entsorgen. Wie sollte er auch wissen, dass diese zerdötschten Dosen eine Requisite waren für ein folgendes Creinvelt-Lied?

Unsere Gäste waren hoch zufrieden. Auch wir Creinvelter feierten gemeinsam bis tief in die Nacht.

Und das Stadttheater? Wir hatten alle Einnahmen des Abends plus unsere gesamten Rücklagen plus die Spenden unserer Gäste und einiges mehr gesammelt. So konnten wir das Dreispartentheater in dieser Krisenzeit mit einer hohen fünfstelligen Summe unterstützen.

Unser Theaterfest vor 28 Jahren hat auch heute noch eine große Bedeutung. Denn die Vereinigten Bühnen Krefeld – Mönchengladbach haben unsere Unterstützung verdient.

Im Namen aller Aktiven der Gesellschaft Creinvelt 1927 e.V.

Ihr Dr. Georg „Schorsch" Rupp

Präsident

 

Juni 2022

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Creinvelt-Freundinnen und -Freunde,

der römische Gott Janus wurde mit zwei Gesichtern dargestellt. Er konnte zugleich rückwärts und vorwärts sehen. Also in die Vergangenheit und in die Zukunft.

An Janus (römisch: Ianus) erinnert mich auch dieses Schreiben. Es blickt zurück – und schaut nach vorn.

Zurück liegt nun schon der vergangene Monat. Da hieß es: „Alles neu macht der Mai“ … ein altbekannter Spruch. Aber wie so viele Sprüche ist auch er leicht übertrieben. Denn das Wort „alles“ lässt ja keine Ausnahmen zu. Das Wort „vieles“ aber schon. Und „einiges“ auch bei Creinvelt.

Denn am Samstag, den 23. April, trafen sich die Creinvelter zu ihrer jährlichen „Ideenwerkstatt“. Wie immer nach der Devise: „Stillstand hilft uns nicht weiter.“ Und. „Nur wer spinnt, denkt nicht normal.“ Was so viel heißt wie: Wenn Creinvelt sich selbst treu sein will, müssen wir für Wandel und Veränderung offen sein.

Was früher, im Zeitalter von maximal drei Fernseh-Programmen, für Beifallsstürme sorgte (beispielsweise Büttreden von über 30 Minuten Länge, wäre heute nur noch eins: Kalter – oder bestenfalls aufgewärmter – Kaffee. Heute dominieren schnelle Wechsel und Kurzweil. Und so stellt sich uns Creinveltern die Frage, ob unser Programm auch abwechslungsreich genug ist, um Sie immer wieder aufs Neue begeistern zu können.

Aber von vorne: Also … ältere und jüngere kreative Köpfe trafen sich in lockerer Runde nach den beiden Ausfalljahren zum Austausch und zum heftigen „Gedankensturm“. Es galt zu entscheiden: Welche unserer geplanten Auftritte funktionieren auch noch im kommenden Jahr? Aber auch: Was muss neu geschrieben werden? Natürlich gibt es auch bei Creinvelt die eine oder andere Programmnummer, die zeitlos ist. Also auch 2023 noch auf unsere Bühne passt. Aber manche Idee ist verbraucht. Zum Beispiel alle Anspielungen auf die letzte Bundestagswahl. Alle damals aktuellen Bezüge. Da kann es nur heißen: Neu denken. Neu formulieren. Neu proben.

Natürlich passt auch unser diesjähriges Motto „Jeimpft möt krie-ewelsch Platt!“ nicht mehr. Aus, passé, vorbei.

Auf der Suche nach dem Motto für die kommenden sechs Sitzungen kamen wir – bei einigen Kaltgetränken – doch auch ans Denken und Diskutieren: Was ist das Wichtigste im kommenden Jahr? – „Dass Krefeld sein 650jähriges Bestehen feiert“, sagte der eine. „Dass wir ein gutes Programm hinbekommen“, der andere. „Nee, Kinder“, erhob der dritte seine Stimme, „das Beste ist doch, dass wir Creinvelter mit unseren Gästen endlich wieder gemeinsam feiern können.“ – Jawoll, dat wo-er et! Alle waren begeistert. Und so entstand im Handumdrehen unser Motto für unsere Sitzungsperiode 2023 im Parkhotel Krefelder Hof – natürlich op krie-ewelsch:

 

„Mer fi-ere all tusame!“

 

Und damit Krefeld beim Feiern nicht zu kurz kommt, steht oben drüber:

 

„650 Jahre Krefeld“

 

So, jetzt ist die Katze aus dem Sack. Unser Leitspruch für 2023 steht. Nach zwei Jahren gibt es nun kein Halten mehr. Wir freuen uns auf Sie, auf Dich und Euch alle.

Und gerade scheint es so, als ob der Janus-Kopf nach beiden Seiten lächelt. Hat Ihnen Creinvelt in der Vergangenheit nicht auch schon Freude gemacht? Ja, genauso soll es in Zukunft weiter gehen. Sie können gespannt und zuversichtlich sein. Und schon ab heute neugierig mit den Gedanken nach vorne schauen: „Ens kieke, wat kömmt!“ 2023, wenn wir endlich wieder zusammen feiern können.

3x „Heil und Humpen!“

Im Namen aller Aktiven der Gesellschaft Creinvelt 1927 e.V.

Ihr Dr. Georg „Schorsch“ Rupp

Präsident

 

 

Mai 2022

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Creinvelt-Freundinnen und -Freunde,

 

„dat hätt et jedo-en!“, rufen die Krefelder aus, wenn etwas gut gelungen war. Eine Aufführung im Theater gezündet oder der KFC Uerdingen ein Tor mehr als der Gegner geschossen hat. Und wenn eine Überraschung gelungen ist. – So wie bei uns am Freitag, dem 13. Mai. Wir sind ja nicht abergläubisch. Und deshalb kann auch ein Freitag, der 13. Tag eines Monats, uns ausrufen lassen: „Dat hätt et jedo-en!“

Was da passieren wird? Am 13. Mai? – Da kann Creinvelt auf einen Schlag drei neue Ratsherren begrüßen. Aber – wie kann es sein, dass wir dadurch nicht mehr Mitglieder werden? – Nein, ausgetreten ist niemand. Ganz einfach: Es gibt jetzt drei „Spouljonges“ weniger.

Um das Rätsel zu erklären:

Die Hierarchie bei Creinvelt kennt drei Stufen. So wie in den Handwerksberufen: Azubi, Geselle, Meister. Bei uns heißen sie: interessierter Gast, Spouljong und Ratsherr.

Was ein Spouljong ist? Dä Spouljong ist ein Spuljunge, ein Weberlehrling. Spouljonges bei Creinvelt sind jenseits der 20, manchmal auch jenseits der 60. Das Lebensalter ist ja nicht entscheidend, sondern das Alter beim Eintritt in unsere Brauchtumsgesellschaft. In der Regel dauert es dann zwischen drei und fünf Jahren bis zur Meisterprüfung, um in den „erlauchten Kreis“ der Ratsherren aufgenommen zu werden.

Im Mai trifft es nun die drei (jüngeren) Spouljonges Dominik, Maximilian und Simon. Das alles wird vor den kritischen Augen und Ohren des erweiterten Vorstandes, der übrigen Ratsherren und der geladenen Gäste geschehen. Um ein geregeltes Lampenfieber und ein paar zügige Pils vorweg kommen die Kandidaten nicht herum.

Danach fassen alle Entscheidungsträger der Gesellschaft einen Beschluss: Daumen hoch? Also: Neuer Ratsherr? – Oder noch ein Jahr als Lehrling weiter machen?

Auch das kann sein … ist im Vertrauen gesagt, aber nur sehr selten vorgekommen. Meistens fällt die Entscheidung recht schnell, wird jedoch erst später verkündet, um den Anwärtern die Chance auf ein paar Beruhigungsbiere zu geben.

Was dann folgt, ist ein einzigartiges Ritual: Das Versprechen auf Uhu, den Weisen. Uhu, unser Wappentier, thront oben auf einer Glocke, die unser Gründungsmitglied und späterer Präsident Atti Hüttemann im Jahre 1937 seiner Gesellschaft schenkte.

Dabei legen die (Noch-)Spouljonges und die Vorstandsmitglieder ihre Hände auf unseren Uhu und geben gemeinsam ein Versprechen in Mundart ab, das mit den Worten beginnt:

„Mie-estere, hürt! Ech verspräek Öch no dat:

Ömmer tu sto-ehn för os Kri-ewel, os Stadt!“

Sind sie dann erst mit unseren Insignien, der Ratsherrenmütze und -kette ausgezeichnet, startet die große Gratulationsprozedur quer durch den Saal.

Nä, wat wird dat schü-en! Ein Ritual im Kreise der Creinvelt-Freunde, das die Herzen berührt.

Und nun ein mentaler Gruß an unsere „Meisteranwärter“ Simon Arens, Dominik Schramm und Maximilian Derks: Ihr seid schon mehrere Jahre auf unserer Creinvelt-Bühne aktiv. Mit Dialogen, Bühnenspiel und musikalischen Leckerbissen. Wir alle freuen uns auf Euer Meisterstück. Ich bin sicher: Auch alle unsere Gäste drücken Euch die Daumen. Am Abend des 13. Mai wissen wir mehr. Von Herzen viel Erfolg und ganz viel Freude!

 

Im Namen aller Aktiven der Gesellschaft Creinvelt 1927 e.V.

Ihr Dr. Georg „Schorsch“ Rupp

Präsident

PS: Jahr für Jahr steht in unserem Sitzungsheft der Text „Os Verspräeke“ (Unser Versprechen). Denn immer dann, wenn in einer feierlichen Stimmung ein Spouljong zum Ratsherr ernannt wird, muss er vor dem Vorstand und der versammelten Mannschaft ein Versprechen ablegen. Seit den Ursprüngen Creinvelts sind diese Zeilen auswendig und in Mundart vorzutragen. Dieses Versprechen an uns und unsere Vaterstadt Krefeld begleitet jeden neuen Ratsherren durch sein ganzes Creinvelt-Leben. Es ist Fundament und Ausrichtung unseres Denkens und Handelns, gleichzeitig auch ein Herzensbedürfnis.

Nun folgt, für alle Freundinnen und Freunde unserer Heimatsprache „Unser Versprechen“ in krie-ewelsch Platt:

 

Os Verspräeke

 

„Mie-estere, hürt! Ech versprä-ek Öch no dat:

Ömmer tu sto-ehn för os Kri-ewel, os Stadt!“

Fließig tu wäeve, et Schöns on et Bä-este,

on ob et Tau kin Minütsche tu rä-este!

Es et no bonk, es et schwatt dat Dessäng,

et wörd jewävt, möt et Hert, möt de Häng.

Ov Bommesien, ov no Sie, ov Kattun,

Kette on Stöcker, Fam, Klüer on Fazun,

wat ech parat mak, mäckt jedem Pläsier,

mäckt os Kantur on os Kri-ewel mar I-ehr.

Mie-estere, wat ech versprä-ek, dat es dat:

Möt Öch tu wirke för Heimat on Stadt!

 

Schlussbemerkung: Wenn Sie diesen Text ebenso wie unsere Kandidaten bis zum 13. Mai auswendig lernen, werden wir Ihnen mit Gewissheit zurufen: „Dat hätt et jedo-en!“ J

 

 

April 2022

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Creinvelt-Freundinnen und -Freunde,

haben Sie nicht auch Lust darauf, ein wenig Sonne zu tanken und Wärme auf der Haut zu spüren? Auch die bleichen Gesichter freuen sich ja auf die erste Frühjahrsbräune.

Der Frühling ist zwar kalendarisch angebrochen, aber wenn wir uns den April des vergangenen Jahres nochmals vor Augen führen … Da gab es den spektakulären Aprilwinter bei uns am Niederrhein. Alles weiß, alles mit Schnee verhüllt. Der Wind pfiff ums Haus und trieb die tanzenden Schneeflocken vor sich her. Na ja, der April macht halt, was er will.

Ob wir wieder einen Winter im April vor uns haben? Kann sein … muss aber nicht ! – Nein, wir sehnen uns nach Frühlingssonne und einer schönen Färbung unserer Gesichtshaut.

Und schon wandern die Gedanken in unseren Keller im Parkhotel Krefelder Hof. Wieso das? Sie werden es gleich erahnen.

Sie kennen ja den Eingang. Am Ende der Kellertreppe, die von der Garderobe im Parterre zu den Waschräumen hinunter führt, auf der linken Seite.

Und dort, genau hinter dem Kellereingang, bekommen alle Aktiven unserer Gesellschaft eine andere Hautfarbe. Nein, nicht von der Sonne. – Dort arbeitet Rosi, unsere Maskenbildnerin von den Städtischen Bühnen Krefeld und Mönchengladbach, und verpasst uns ganz tolle Masken und Gesichtsfärbungen, die unsere Gäste kurz danach oben auf der Bühne bewundern können.

Rosi Flatten-Akkermann ist eine wahre Künstlerin der Verwandlung. Manchmal lässt sich ja kaum noch vermuten, welcher Creinvelter hinter der fremdartigen „Gesichtsbemalung“ steckt. Ob Punker oder Schwarzwaldmädel – als Profi ist Rosi schon mal vor gar nichts fies …

Nach der Grundierung und den Arbeiten „rund ums Auge“ folgt die typgerechte Ausarbeitung der Gesichtsmasken. „Nach oben an die Decke schauen“ … gibt sie die Anweisung, wenn ein schwarzer Strich unter die Augen gehört, um sie stärker zu betonen. Am Ende folgt dann das Aufsetzen der ausgewählten Perücke. Und damit diese nicht im Spiel oder bei einer Verneigung vom Kopf fällt, wird sie an einem unsichtbaren Band mit mehreren größeren oder kleineren Haarnadeln festgeklammert. Da ist man beim Anpassen schon froh, wenn es nirgendwo zieht und piekst.

Im Stadttheater ist das Alltag. Aber für uns Laiendarsteller jedes Jahr wieder neu. Ja, da sitzt man nun mit Lampenfieber auf diesem Drehstuhl, geht in Gedanken nochmals seine Texte durch, schaut im Spiegel der allmählichen Verwandlung zu, nippt zwischendurch an einem individuellen Kaltgetränk, um sich ein wenig zu entspannen … und kann doch den Adrenalinspiegel nicht ganz nach unten fahren. Rosi geht konzentriert und schweigend zu Werke. Und nach vollendeter Maske schaut sie noch zwei- bis dreimal kritisch über den Hinterkopf in Richtung Spiegel … sieht noch zwei Härchen, die sich der Frisur nicht angepasst haben … korrigiert … Halt, die Lippen brauchen noch einen Nachstrich … Alles bedacht? Wird das Weiß der Scheinwerfer die Farbe auf der Bühne verändern? … Vielleicht doch noch etwas Rouge? – Nein, alles okay. Unsere Maskenbildnerin nickt.

Alle Aktiven sehen sich im Spiegel. Der Auftritt wartet. Schnell noch ein Selfie mit Rosi. Denn am Ende unserer sechs Sitzungen wird keiner mehr so aussehen wie gerade jetzt. Dann fehlen uns Kostüme und Maske für unser Rollen-Spiel.

Wie sagte der frühere Chef-Maskenbildner der Städtischen Bühnen, unser langjähriger Freund und Ratsherr Gustav Meinecke, Ausbilder und Vorgänger von Rosi, nach Fertigstellung einer jeden Maske: „Mehr kann ich für Dich nicht tun. Der Rest muss gespielt werden.

Das galt bei unseren Sitzungen im Januar und Februar.

Jetzt, am Beginn des Monats April, könnte die Sonne unsere Gesichtshaut schon ein wenig einfärben. Und uns wärmen. In diesem Sinne: Möge die Sonne für uns alle die Maskenbildnerin dieses Frühlings sein.

Im Namen aller Aktiven der Gesellschaft Creinvelt 1927 e.V.

Ihr Dr. Georg „Schorsch" Rupp

Präsident

P.S.:

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Gibt es in Ihrem Freundes- und Bekanntenkreis liebe Menschen, die an Creinvelt interessiert sind, aber unsere Monatsbriefe und Informationen noch nicht erhalten?

Das können wir ändern. Dazu benötigen wir einige Informationen von Ihnen die Sie uns mit dem Kontaktformular auf unserer Webseite übermitteln können.

Gleichzeitig erteilen Sie uns damit Ihr Einverständnis, dass wir Ihre Daten gemäß unserer DSGVO-Datenschutzerklärung  "verarbeiten" dürfen.

Bitte nutzen Sie dieses Formular auch, wenn sich Ihre E-Mail-Adresse, Telefonnnummer oder Anschrift geändert hat. Vielen Dank dafür!

 

 

März 2022

 

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Creinvelt-Freundinnen und -Freunde,

„Wir bleiben in Kontakt“ oder „Wir bleiben in Verbindung“, sagen wir öfters beim Abschied nehmen. Darin schwingt die Hoffnung mit, dass wir einander schon bald wieder begegnen mögen. Manchmal heißt es auch einfach: „Man sieht sich!“

Creinvelt hätte schon vor einer guten Woche seine sechste Sitzung beendet. Doch heute, am 1. März, wäre der letzte Tag des rheinischen Karnevals gewesen. Ein Feiertag für alle Frohnaturen. Es hat nicht sollen sein …

Am Ende unserer sechs Sitzungen hätte es geheißen: „Kommen Sie gut durch dieses Jahr und bleiben Sie gesund! Wir verabschieden uns von Ihnen, unseren verehrten Gästen, mit einem dreifach donnernden Heil und … Humpen!“ – Was danach folgt, kennen Sie genau: Unsere Hymne „Kiek, dat es Krie-ewel!“ Und beim dritten Refrain Abmarsch von der Bühne mit allen Aktiven. Um Sie glücklich und zufrieden an der Theke zu treffen.

Man sieht sich … Und wenn es doch noch elf Monate dauert, bis wir uns wiedersehen? Dann bleiben wir gesund und halten es mit dem französischen Philosophen Voltaire, der gesagt haben soll: „Da es sehr förderlich für die Gesundheit ist, habe ich beschlossen, glücklich zu sein.“ – Ja, ist das nicht ein irrer Spruch? Voltaire ist zwar schon seit 1778 tot, aber seine Einstellung ist zeitlos. Und gut obendrein.

Vor einigen Jahren las ich eine Überschrift in einem Jahreskalender, die lautete: „Bula Bula Bula“. Das macht ja schon mal neugierig, hat aber nichts mit dem rheinischen Karneval zu tun. Unter diesem Titel war zu lesen, dass viele Bewohnerinnen und Bewohner der Fidschi-Inseln fröhlicher sind als wir. Fremde begrüßen sie mit diesen drei gleichlautenden Worten. Was so viel heißt wie: „Sei willkommen, sei glücklich, wir mögen Dich.“ In Reiseberichten ist häufig von ihrer Herzlichkeit die Rede. Da fragt man sich doch sofort: Woher kommt diese Lebensfreude? Eine Erklärung ist: Sie leben im Vertrauen darauf, auch mit schwierigen Situationen in ihrem Leben gut klarzukommen.

Wir Creinvelter hängen ja an Krefeld. Kaum jemand von uns war also bisher auf den Fidschi-Inseln und hatte deshalb auch keinen Kontakt zu diesen Menschen. Aber seitdem ich diesen Artikel las, fand ich meine Grußform in Briefen („Mit freundlichen Grüßen“) nicht mehr so passend. Oder auch etwas floskelhaft. Wenn mir danach ist, schreibe ich jetzt: „Heitere Grüße!“ Das macht das Herz leicht und zieht die Mundwinkel nach oben.

Bleiben wir also in Kontakt, bleiben wir verbunden. Über unsere Website, über Briefe, über geplante oder spontane Begegnungen.

Und trotz „all demm Uosel“, den ganzen Problemen in der Pandemie: Hören wir doch von Zeit zu Zeit auf den Philosophen Voltaire, wenn er uns sinngemäß sagt: „Froh sein hält gesund.“

Also … Heitere Grüße!

Und natürlich auch im März: 3x „Heil und Humpen!“

Im Namen aller Aktiven der Gesellschaft Creinvelt 1927 e.V.

Ihr Dr. Georg „Schorsch" Rupp

Präsident

P.S.:

Weitere Email-Adressen?!

Gibt es in Ihrem Freundes- und Bekanntenkreis liebe Menschen, die an Creinvelt interessiert sind, aber unsere Monatsbriefe und Informationen noch nicht erhalten?

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Und schon erfahren mehr Menschen Neues und Heiteres von unserer Brauchtumsgesellschaft Creinvelt. So bleiben wir in Verbindung. Danke.

 

   

 

Pressemeldungen

 

Rheinische Post vom 03.02.2020:

 

Westdeutsche Zeitung vom 03.02.2020: