Juli 2021

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Creinvelt-Freundinnen und -Freunde,

heute möchte ich einmal ganz anders anfangen. Es gibt nämlich etwas Wichtiges zu verkünden: Unser Freund und Ratsherr Ralf Füchtler war beim Friseur!

Normalerweise ist das keiner Erwähnung wert. Er hat sich keine Glatze schneiden lassen. Und bekam auch keine Rastalocken eingeflochten. Sein abgeschnittenes Haupthaar wurde erst recht nicht mit Blattgold verziert. Es war also ein ganz normaler Friseurtermin. Doch manchmal sitzen ja auch interessante Leute auf den Nebenstühlen. Und so konnte unser Ralf ein Gespräch belauschen, das am Nachbarstuhl geführt wurde. Es schüttete dort aber niemand sein Herz aus. Keiner verriet die besten Geldanlagen. Oder Geheimtipps für den Urlaub.

Wegen des nötigen Abstands und dem „janzen Jeföne und Jedröhne“ konnte er sowieso nicht alles verstehen. Aber die Worte „Parkhotel“ und „Biergarten“ hörte er natürlich deutlich heraus. Liebliche Worte, die aus dem Redefluss herausstachen.

Also machte sich unser Ralf – nach langem Lockdown – auf den Weg zur Uerdinger Straße 245. Nicht ohne zu begründen: „Ich hätte sowieso da vorbei gemusst!“

Am Ort unserer größten Erfolge fand er alles in schönster Ordnung vor. Die Bude steht noch, draußen ist gedeckt, und unser Rosario ist auch noch da. Und Heinz Jansen vom Restaurant. Halleluja! Und das eine oder andere Kaltgetränk gab es auch noch für ihn.

Diese Nachricht verbreitete sich wie ein Lauffeuer unter den Aktiven der Gesellschaft. Schnell wurde für alle Creinvelter ein passender Termin gefunden: Freitag, 18. Juni, ab 19 Uhr. In unseren Tagträumen sahen wir schon ganz nah vor Augen: Pils, Weizen, Roséwein, Prosecco … bei manchen auch Schorle und Wasser … Draußen – wie herrlich! Ralf wurde als Ideengeber gefeiert. Und irgendwie feierten wir uns an diesem Abend auch selbst. Und ein Stück verlorengegangener Normalität.

Zunächst wurde in die große Runde gefragt: „Wie jeht et Öch?“ – „Ja, juut!“ Ein schönes, beruhigendes Echo kam zurück. Heinz Jansen, der Restaurantchef, strahlte, als er „seine“ Creinvelter wieder bedienen konnte. Nicht alles gelang auf Anhieb. Denn nach sehr kurzer Zeit kam die erschütternde Nachricht: „Zapfschluss“. Tatsächlich – es gab keine Kohlensäure mehr im Haus. Fassungslos schauten wir uns an. Mit diesem Ansturm hatte das Haus wohl nicht gerechnet. Kreativ und flexibel gab unser Rainer Schulte die Richtung vor: „Im Flaschenbier ist die Kohlensäure schon drin … und es sind ja auch große Flaschen.“ Damit kann man sich helfen.

Liebe Freundinnen und Freunde, viel wichtiger war aber, was wir uns alles zu erzählen hatten. Zwar auf Abstand, aber wenigstens live. Wie haben wir die Gläser am Ende der ausgestreckten Arme wieder zum Klingen gebracht. „Anstoßen …“, wir wussten ja gar nicht mehr, wie sich das anfühlt. Welches Glücksgefühl da aufkeimt. Alle fit, alle gesund – was will man mehr! Keine Bange: Wir Creinvelter halten zusammen. Die Freundschaft passt. Auch nach diesem merkwürdigen Jahr.

Ein Abend zu Hause, draußen, im Parkhotel. Und der Friseur vom Ralf war nicht unschuldig daran. Oder der Mensch auf dem Nachbarstuhl. Nur der moderne Kurzhaarschnitt unseres Ratsherrn ist wertneutral. Steht ihm aber gut.

 

Im Namen aller Aktiven der Gesellschaft Creinvelt 1927 e.V.:

Ihr Dr. Georg „Schorsch" Rupp

Präsident

 

Juni 2021

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Creinvelt-Freundinnen und -Freunde,

man mag es bedauern oder nicht: kaum etwas bleibt im Laufe der Zeit so, wie es war. Gut, diesen Wandel erkennen wir nicht an schroffen Felsformationen oder glatten Meeresoberflächen.

Das wurde uns deutlich, als unser Reiseleiter (vor Corona) mit uns berührt, aber auch staunend und überaus verzückt vor erhabenen Naturwundern stand, und über unser recht kurzes Leben und die für uns sichtbaren, bedeutsamen Felsmassive philosophierte. Und in die Runde sprach: „Wir sind Milben.“ – ‚Hallo …‘, dachte ich, ‚das ist ja toll …‘ – „Wir sind so eine Art Milben“, wiederholte er. „Wir leben eine extrem kurze Zeitspanne, in der wir nicht wahrnehmen können, wie sich durch Erosionen die Landschaften in Millionen von Jahren verändern.“

Recht hat er ja, er sagte das auch irgendwie mit einem Schmunzeln im Gesicht. Aber seine „Milben“ sind trotzdem ein zweifelhafter Vergleich. Irgendwie ein Abstieg in die Niederungen der Evolution.

Das trifft auf Creinvelt nicht zu. Unsere Brauchtumsgesellschaft existiert ja noch nicht einmal hundert Jahre. Und dennoch erklärt es sich nicht von selbst, dass es uns heute noch gibt. Dazu ein kurzer Blick in die Historie:

Am 23. April 1927 traf sich eine noch junge Männerrunde in der Dreikönigenstraße 19, um eine neue Brauchtumsgesellschaft unter dem Namen „Creinvelt“ zu gründen. („Creinvelt“ ist der im Jahr 1166 erstmals beurkundete Name unserer Heimatstadt Krefeld.) Zum Gründungsrat der Gesellschaft zählten Hans Heinz Molls, Paul Jäger und Atti Hüttemann Senior. Den Gründungstag legten die Anwesenden bewusst auf den 21. Geburtstag von Hans Heinz Molls. Also – alles junge Kerle.

Was sie bewogen hat? Das ist nicht präzise überliefert. Wollten sie den Karneval auf eine heiter-philosophische Weise feiern? Anders als in Köln? Unter Berücksichtigung der Krefelder Eigenart? Standen sie vielleicht sogar unter dem Einfluss der damals sehr aktiven Dadaismus-Bewegung? Überliefert ist auf jeden Fall, dass die erste Creinvelter Narrensitzung am 11. Februar 1928 im großen Saal des Gemeindehauses der Krefelder Pfarre Liebfrauen gefeiert wurde.

Die kleine Gesellschaft blühte in den Jahren danach aber nicht auf. Denn die politischen Zeiten wurden rauer. Wie berichtet wurde, machte sich eine gewisse Lustlosigkeit breit. Und Anfang der 1930er Jahre zogen auch unsere „Urväter“ nicht mehr an einem Strang. Es heißt sogar, dass Creinvelt nach vier Jahren vor der Auflösung stand.

Ist der Gedanke nicht befreiend, dass es unsere Gesellschaft viele Jahrzehnte später doch noch gibt?! Vielleicht existiert ja so etwas wie ein „gemeinsamer Geist“, der uns zusammenhält, eine Freundschaft, die uns auch in schwierigen Zeiten miteinander verbindet.

Verbindungen zu halten, Verbundenheit zu spüren – das ist der Kitt, der die Fliehkräfte verhindert. Auch jetzt über die ausgefallene Session hinaus.

Bleiben wir optimistisch. Und mit der leicht rosaroten Brille können wir uns schon wieder am Tresen sehen oder in der Derby-Bar des Parkhotels. Denn unsere Premiere würde, wenn möglich, am 4. Februar 2022 starten. Und wenn wir uns an der Bierbar treffen, probieren wir einfach aus, ob die Kölner Sprachregelung auch nach Corona noch zutrifft. Sie lautet: Der Kölner sagt zu seinem Nachbarn an der Theke: „Drinkste ene möt?“ Und der Krefelder: „Jövvste ene uut?“ – Auch das kann sich ändern. Testen wir die Sprachregelung im kommenden Jahr, wenn es voraussichtlich wieder heißt: 3 x Creinvelt – Heil und Humpen! Und wenn wir uns nach den Sitzungen zurufen können: Mit Dir feier ich am liebsten!

Im Namen aller Aktiven der Gesellschaft Creinvelt 1927 e.V.:

Ihr Dr. Georg „Schorsch" Rupp

Präsident

 

Mai 2021

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Creinvelt-Freundinnen und -Freunde,

na, da hatte uns der Aprilwinter noch mal voll im Griff. Das Wetter schlug Kapriolen. Aber wir haben uns im Laufe der Zeit ja an so vieles gewöhnen müssen … Jetzt hat sich der sogenannte „Wonnemonat“ Mai angemeldet. Die Bäume schlagen aus … Und bei Creinvelt tragen die kreativen Ideen bereits erste Früchte. Obwohl wir – Corona bedingt – unsere geplante „Ideenwerkstatt“ für die Session 2022 auf Ende Mai / Anfang Juni verschieben mussten. So steht jeder von uns in der kreativen Freude, sich zunächst einmal alleine Gedanken zu machen über ein neues, fröhliches, niveauvolles Programm.

Natürlich tauschen wir uns auch online aus. Und damit wir dabei nicht völlig aus der Übung geraten, heißen dann einige Tagesordnungspunkte auch:

TOP 1: Antrinken und zuprosten.

TOP 7: Den Inhalt des Glases subjektiv überprüfen. Bei Bedarf nachbessern.

TOP 13: Nachschütten und austrinken ohne Reue.

Jenau so isset: Der höhere Sinn und die Freude am Leben gehen niemals ganz verloren.

Wir hoffen aus heutiger Sicht, dass wir in den wärmeren Monaten, draußen an der frischen Luft, mit gebotenem Abstand endlich wieder zusammenfinden können.

Das führt uns zum schönen Wort „Hoffnung“. Dieser Begriff löst bei mir eine heitere Zuversicht aus. Ich finde positive, lebensbejahende Gedanken einfach wundervoll. „Nimm Dir Zeit, um froh zu sein, es ist die Musik der Seele.“ Ist so ein Spruch nicht schön?! Es geht ja auch darum, diese einschränkende und belastende Zeit so gut und heil wie möglich zu überstehen. Und die Hoffnung am Leben zu halten. Auch Creinvelt existiert nicht in einem Paralleluniversum. Auch wir sind in unseren „normalen“ Abläufen pandemiegeschädigt. Aber wir lassen uns die Freude, den Frohsinn und die Fröhlichkeit nicht nehmen.

Ein Lied, das unsere Vorfahren bei Creinvelt immer an ihren Stammtischen und anderenorts sangen, beinhaltete die Zeilen: „Frohsinn, Freude, Fröhlichkeit – und ein Liedchen alle Zeit … Frohsinn, Freude, Fröhlichkeit – halten wir Creinvelter immerzu bereit.“

Hoffen wir auf ein gutes Ende der Pandemie für uns alle. So dass wir im Februar 2022 wieder gemeinsam im Parkhotel Krefelder Hof ausrufen dürfen: „Auf Krefeld und auf Creinvelt – 3x Heil und Humpen!“

Im Namen aller Aktiven der Gesellschaft Creinvelt 1927 e.V.:

Ihr Dr. Georg „Schorsch" Rupp

Präsident

 

April 2021

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Creinvelt-Freundinnen und -Freunde,

jetzt ist es klar: „Vom Eise befreit sind Strom und Bäche durch des Frühlings holden, belebenden Blick …“, so sah es jedenfalls Johann Wolfang von Goethe in seiner lyrischen Dichtung „Osterspaziergang“. Ein Hoffnungsschimmer von Mutter Natur.

Ein Hoffnungsschimmer auch für Creinvelt. Denn mit jedem Tag entfernen wir uns von unserer Nicht-Session, lassen den pandemiebedingten Ausfall unserer Sitzungen in der Vergangenheit zurück.

Die Natur öffnet sich dem Neuen. Knospen sprießen. Frühblüher lassen uns die vielfältigen Farben des Frühlings erahnen. Ein älterer Freund sprach im April immer davon, wie sehr er das „Crescendo des Frühlings“ liebe.

Dazu eine Anekdote: Die Sonne scheint. Es klingelt. „Was darf’s denn Schönes sein?“, fragt der Tiefkühlmann an der Tür und lächelt. Diese Frage kann kurzzeitig irritieren. „Was darf’s denn Schönes sein?“ hätte ich bei Schmuck, Kleidung oder Antiquitäten erwartet, aber nicht unbedingt bei Porree, Hähnchenschenkeln und dicken Bohnen.

Mir fällt zu seiner Frage nach dem Schönen spontan ein: Ein längerer Tag, ein Sonnenstrahl, ein guter Gedanke, ein liebendes Herz. Das Pferd auf der Koppel, die Katze des Nachbarn, die Fahne im Wind. Die letzten welken Blätter, die verspätet vom Baum fallen. Drei Häuser weiter ein Kinderlachen. Das Gefühl, dass es uns gut geht.

Was darf’s denn Schönes sein? Grenzt es nicht an ein Wunder, dass eine so kurze Bemerkung, verbunden mit einem Lächeln, uns diese Freude schenkt?!

Nicht ganz so heitere Menschen könnten jetzt nüchtern einwerfen: „So verkauft er halt mehr!“ Das wird so sein. Ich gönne es ihm von Herzen. Aber geht es nicht um eine tiefere Erkenntnis?

Wenn wir die Schönheiten dieser Welt, die Schönheit von Kunst und Kultur, die Schönheit der Harmonie, mit inniger Freude anschauen, werden wir das Gute bewahren und nicht lieblos mit dieser Welt und uns selbst umgehen.

Was darf’s denn Schönes sein? – Diese simple Frage lenkt unseren Blick in eine gute Richtung. Und die Käse-Lauch-Suppe werde ich ab jetzt auch mit anderen Augen betrachten.

Vielleicht hilft es uns ja in dieser merkwürdigen Zeit, uns stärker auf die schönen Seiten des Lebens zu besinnen. Dazu brauchen wir nicht unbedingt den netten Tiefkühlmann.

Wir Creinvelter richten unsere Aufmerksamkeit schon jetzt auf das, was vor uns liegt: Unsere Ideen, unsere Planungen, unsere fröhlichen Augenblicke. Ende diesen Monats beginnen wir unsere „Ideenwerkstatt“. Ein Wochenende lang spinnen wir unsere kreativen Fäden kreuz und quer. Sammeln ungefiltert alles, was uns selbst zum Lachen und Staunen bringt. Oder nachdenklich macht. Vielleicht auch schräg und unsinnig genug ist, um Sie erfreuen zu können.

Wir glauben an eine fröhliche Sitzungsperiode 2022. Sehen zumindest den Hoffnungsschimmer am Horizont. Und wünschen Ihnen nun den herrlichsten Osterspaziergang. „Durch des Frühlings holden, belebenden Blick …“, wie Goethe es uns besonders einprägsam beschrieb.

Ihnen allen frohe und heitere Ostern!

Mit 3x „Heil und Humpen!“

Im Namen aller Aktiven der Gesellschaft Creinvelt 1927 e.V.:

Ihr Dr. Georg „Schorsch" Rupp

Präsident

 

März 2021

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Creinvelt-Freundinnen und -Freunde,

das Jahr nimmt seinen Lauf. Wie gerne hätten wir „Creinvelt-Beuys“ für Sie (und für uns) die Session „Mit Filz, Fett und Fucki“ auf der Bühne des Parkhotels gespielt. Einige Rollen waren schon in unseren Kreisen verteilt. So wäre der Creinvelt-Präsident höchstwahrscheinlich als Putzfrau mit Fettecke aufgetreten. Nach dem bekannten Motto: „Ist das Kunst – oder kann das weg?“

Nun ist der Kunstbegriff natürlich weit gefasst. Oder auch die Frage: Wer ist ein Künstler? Bei Creinvelt sehen wir das aber nicht akademisch. Vielleicht ein wenig philosophisch. Oder einfach schräg, verrückt und heiter. Ein bisschen „Verrücktheit“ hat ja noch niemandem geschadet. Gerade in ernsteren Phasen unseres Lebens.

Jetzt gilt es, nach vorne zu schauen. Unser Vorstand und der Literarische Rat haben sich der Zeit angepasst und die ersten Online-Konferenzen durchgeführt. Es gibt ja auch vieles zu besprechen, um in eine (hoffentlich) fröhliche Sitzungsperiode 2022 gehen zu können. Da verstehen auf einmal auch wir Ü70-jährigen, wie ein Laptop mit Kamera und Mikrofon zu bedienen ist. Wir müssen auch hier mit der Zeit gehen, um nicht mit der Zeit gehen zu müssen.

Klar ist aber auch: Creinvelt wird immer den Spagat zwischen der Tradition und der Moderne schaffen müssen. Die Bewahrung unseres Krefelder Brauchtums und die Offenheit für sinnvolle Veränderungen. Also die Pflege beider Richtungen mit dem Ziel einer bunten, lebendigen, vereinenden Harmonie.

Bald nimmt der Frühling seinen Lauf. Die Zeitspanne bis Creinvelt 2022 wird kürzer. Wir alle freuen uns, dass Sie uns treu bleiben. Das ist für uns ein großer Schatz. Und deshalb wünschen wir Ihnen von ganzem Herzen Gesundheit, Freude, Zuversicht.

Liebe Creinvelt-Freundinnen und -Freunde: Maakt et joot!

Mit 3x „Heil und Humpen!“

Im Namen aller Aktiven der Gesellschaft Creinvelt 1927 e.V.:

Ihr Dr. Georg „Schorsch" Rupp

Präsident

 

Februar 2021

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Creinvelt-Freundinnen und -Freunde,

auf unseren Creinveltbrief vom 1. Januar haben wir einige schöne und berührende Antworten von Ihnen erhalten. Sie haben uns geschrieben und bedauert – auch aufgrund unseres geplanten Mottos –, dass wir uns leider nicht im Parkhotel treffen können. „Die Creinvelt-Beuys: mit Filz, Fett und Fucki“ hätte als Überschrift auf unserem Sitzungsheft gestanden. Einige fragten uns, ob wir denn Beuys-Fans wären. Das können wir gerne erläutern: Um die Interpretation und Diskussion seines Schaffens ging es uns tatsächlich eher am Rande. Darauf weist ja schon das Wort „Fucki“ in Verbindung mit Filz und Fett hin. Wie Creinvelt so ist: Der Spaß an der Freud geht vor. Auch wenn wir uns im offiziellen Beuys-Jahr befinden. Und letzten Endes ist jedes Motto nur der Platzhalter für unsere fröhlichen oder tiefsinnigen Aktivitäten.

Gerne können Sie uns auch in Zukunft an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! schreiben. Oder direkt das Gästebuch auf unserer Webseite www.creinvelt.de nutzen. Wir freuen uns sehr.

Was stünde in einem „normalen“ Jahr bei Creinvelt gerade an? Die ersten vier Sitzungen lägen hinter uns. Die Presse hätte berichtet. Sie wären wahrscheinlich zufrieden nach Hause gegangen. Und gut 600 Creinvelt-Gäste würden sich auf die fünfte und sechste Sitzung am kommenden Wochenende freuen. Und wir würden für Sie noch einmal so richtig aufdrehen. Krefelder Themen gibt es ja auch in diesem Jahr genug.

Aber auch im Stillen geht die Arbeit weiter. Ein Blick voraus: 2027 feiert Creinvelt sein 100jähriges Bestehen. Gehen wir heute einfach davon aus, dass alles so klappt wie gewünscht. Unser Creinvelt-Freund Dr. Dieter Margotte ist – hinter den Kulissen – schon eifrig dabei, die Creinvelt-Chronik zu bearbeiten. 100 Jahre Creinvelt.

Natürlich gibt es aus den ersten Jahrzehnten ab 1927 nicht viele gut erhaltene Artikel oder Fotos. Sozusagen aus den Kindertagen Creinvelts. Aber wahrscheinlich wird es Sie auch interessieren, wie Creinvelt begonnen und auch schwere Zeiten überstanden hat. All das wird von unserem Dieter Margotte aus unserem Archiv liebevoll zusammengetragen. Hoffen wir gemeinsam, dass Creinvelt in guter Form die „100“ erreicht – im Jahr 2027.

Das ist natürlich noch Zukunftsmusik. Aber Creinvelt ist – vom Herzen her – ja in erster Linie kein „Verein“, sondern eine Lebensphilosophie. Eine Herzensangelegenheit. Ein Bündnis für Krefeld, für Brauchtum, für Kabarett im Karneval. Für Tradition und Aufbruch.

Wir brauchen einander. Halten wir zusammen, auch wenn uns die Pandemie derzeit isoliert. Wie sagte schon Katharina von Siena (1347-1380): „Nicht das Beginnen wird belohnt, sondern einzig und allein das Durchhalten.“

Halten wir also durch und bleiben wir alle möglichst heiter und gesund!

Mit 3x „Heil und Humpen!“

Im Namen aller Aktiven der Gesellschaft Creinvelt 1927 e.V.:

Ihr Dr. Georg „Schorsch" Rupp

Präsident

 

Januar 2021

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Creinvelt-Freundinnen und -Freunde,

2021 hat begonnen. Ein Jahr, von dem wir uns vor allem Gesundheit und das Ende der Pandemie erhoffen. Alle aktiven Creinvelter wünschen Ihnen, dass Sie gut und voller Zuversicht durch diese Zeit kommen.

In einem „normalen“ Jahr würden wir uns bald schon wiedersehen. Denn am 22. Januar fände unsere Premieren-Sitzung statt. Es ist Beuys-Jahr in Krefeld. Man kann ihn und seine Kunst aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten. Unstrittig ist, dass der Aktionskünstler und Professor an der Kunstakademie Düsseldorf, Joseph Beuys, am 12. Mai 1921 in Krefeld geboren wurde. Und die ersten Verbindungen zu seinem 100. Geburtsjahr gibt es ja bereits: Den neu gestalteten Joseph-Beuys-Platz vor dem Kaiser-Wilhelm-Museum.

Auch Creinvelt hätte an ihn erinnert. Deshalb ... Vorhang auf für das diesjährige Motto. Unsere sechs Sitzungen hätten sich um das Thema gedreht:

 

„Die Creinvelt-Beuys:
mit Filz, Fett und Fucki!“

 

Dazu wäre uns auch ganz viel Schönes für unsere Kleinkunstbühne eingefallen. Die Putzfrau mit Fettecke zum Beispiel. Oder die Spottdrossel mit Filzhut. Und die A-cappella-Beuys ...

Hätte, hätte, Fahrradkette ... Coronabedingt ist heute alles anders. Aber sicher interessiert Sie das Titelbild unseres geplanten Sitzungsheftes. Dann schauen Sie mal:

Creinvelt Titelbild 2021

 

Wer sich das ausgedacht hat? Natürlich unser Basti Neuwirth, der auch jedes Jahr für unser Bühnenbild verantwortlich ist.

Lassen Sie uns einfach von besseren Zeiten träumen. Von 2022. Wir sind immer für Sie da. Mit Spaß an der Freud. Mit einem Herzen für Krefeld. Mit Liebe zum Brauchtum und zur Mundart. Und immer wieder mit neuen, jecken Ideen.

Wenn Sie mögen, denken Sie mit uns am 22. Januar für einen Moment an das, was Creinvelt seit 94 Jahren so viel Freude macht: Für Sie zu spielen. Um 19 Uhr geht’s los. In unserer – und Ihrer – Vorstellung. Die Bühne befindet sich in diesem Jahr in unseren Köpfen. Wo wir feiern können, so viel und mit wem wir wollen. Auch ohne Mund-Nasen-Schutz. Wir brauchen dazu nur ein wenig Fantasie.

Zur Wirklichkeit gehört natürlich auch, dass wir Sie vermissen werden. Sehr sogar. Seien wir also tapfer ... Die Zeiten werden auch wieder anders.

Ihnen allen ein hoffnungsvolles, gesundes neues Jahr!

Im Namen aller Aktiven der Gesellschaft Creinvelt 1927 e.V.:

3x „Heil und Humpen!“

Ihr Dr. Georg „Schorsch" Rupp
Präsident

 

 

 

Pressemeldungen

 

Rheinische Post vom 03.02.2020:

 

Westdeutsche Zeitung vom 03.02.2020: